Magdalena Schwellensattl (BZ): "Zarah 47 - Das totale Lied" Klavier: Andreas Settili Regie: Torsten Schilling Eine Produktion der Frauentheatergruppe Phenomena
1947 feiert Zarah Leander auf ihrem Gut Lönö in Schweden ihren 40. Geburtstag. Noch vier Jahre davor der umjubelte ausländische Star der UFA, ist Zarah Leander nun arbeitslos und wartet vergebens auf Geburtstagsgäste und Angebote. In Schweden Persona non grata, in Deutschland mit Berufsverbot belegt, rechtfertigt sich die ausgemusterte, unausgelastete Diva in einem furiosen Monolog: Klug, mit viel Mutterwitz und ohne jeden Skrupel behauptet sie das Credo vieler Nazikünstler, von nichts gewusst zu haben. Aber Zarah Leander ist zu klug, als dass sie diese Fassade lange aufrecht erhalten könnte. Und umso böser verfängt sie sich in ihren eigenen Lebenslügen, werden ihre schwermütigen Lieder zu bitterbösen Kommentaren einer mit politischem Wegsehen erkauften Karriere.
Ein schauspielerisches Bravourstück für eine singende Darstellerin, das viel über das Theater, einiges über Politik und Kunst und nichts darüber verrät, was Zarah Leander wirklich über ihre Rolle im Dritten Reich gedacht hat.
„In dem von Torsten Schilling stimmig inszenierten Ein-Frau-Stück überzeugt Magdalena Schwellensattl – und outet sich als äußerst talentierte Chansonnière.“ (FF)
„Schillings Zarah Leander ist ausgezeichnete Unterhaltung mit einer Schauspielerin, von der man die Augen nicht lassen kann. Ästhetik und die mit ihr eng verbundene Scheinwelt… sind tragende Säulen des Stückes.“ (Zett)
„Magdalena Schwellensattl verblüfft in dieser Rolle nicht nur durch äußerliche Ähnlichkeiten. Auch stimmlich gelingt es ihr, etwas von der Faszination der großen Sängerin auf die Bühne zu bringen.“ (Dolomiten)
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