Erika Stucky (CH/USA): "Suicidal Yodels" Wer hat Angst vor „Suicidal Yodels“? Erika Stuckys neues Soloprogramm verspricht Volksmusik am Abgrund, und der Zuhörer steht einen Abend lang auf einer rutschigen akustischen Schräge, auf der es ihm mit jedem Stucky-Stückli wohler (man lacht viel!) und zugleich banger wird. Die Frau mit dem Akkordeon nimmt das vermeintlich typisch schweizerische Kulturgut zum Anlass, sich durch schaurig-schöne menschliche Abgründe zu singen, die auf der ganzen Welt zu finden sind.
Erika Stucky verbrachte ihre ersten acht Lebensjahre im Flower-Power-San-Francisco der Sechzigerjahre, bevor die Familie zu ihren Wurzeln ins Walliser Dorf Mörel zurückkehrte. Die Atmosphären von Weltstadt und Bergdorf gerannen zum Nährboden ihrer höchst originellen jazzig-bluesig-volkstümlichen Musik. Mit dem großen George Gruntz tourte Stucky einst durch die Lande, mit Frank Zappa, Laurie Anderson und Tom Waits wird sie heute zuweilen verglichen.
„Suicidal Yodels“ hat sich als qualitativ hervorstechende Performance in der breitgefächerten, sehr dicht besetzten europäischen Jazzszene entpuppt. Nun darf man gespannt sein, wie ihr Echo im Kellergewölbe der Carambolage ausfallen wird!
„Die amerikanisch-schweizerische Vokalistin Erika Stucky gilt es eine der originellsten neuen Stimmen in der internationalen Jazzszene. Ihre schweizerischen Wurzeln einerseits und großstädtische Spontaneität anderseits spannen einen verwirrenden und doch ungemein packenden Bogen zwischen heimeligem Älplertum und urbanem Alptraum.“ (Frankfurter Allgemeine)
„Changierend zwischen Alpen-Girlie und Jazz-Diva; eher herzzerreißend als seriös avantgardistisch. Serious fun.“ (Rolling Stone)
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